Barrierefreier Nahverkehr im Großraum Seattle
Besucher aller Mobilitätsstufen können die Region Greater Seattle mit dem Zug, Bus, Auto, Boot oder der Monorail erkunden.
Lesen Sie weiter, um Informationen zu barrierefreien öffentlichen Verkehrsmitteln in der gesamten Region zu erhalten.
Grundlagen: Fortbewegung im Großraum Seattle
Im Großraum Seattle gibt es mehrere beliebte Möglichkeiten, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen:
Die „Link“-Stadtbahn ist eine Bahnlinie, die in der gesamten Region verkehrt. Mit ihr gelangen Sie zum und vom Flughafen SEA, in die Innenstadt von Seattle, zu den großen Stadien, in denen Sportveranstaltungen und Konzerte stattfinden, sowie zur University of Washington. Ab 2026 können Sie mit ihr auch mehrere Städte auf der Eastside erreichen, darunter Bellevue und Redmond. Die Stadtbahn ist rollstuhlgerecht. Weitere Details finden Sie weiter unten.
King County Metro betreibt Busse, die in der gesamten Region verkehren. Alle Busse sind rollstuhlgerecht. Weitere Informationen finden Sie weiter unten.
Die Seattle Monorail ist eine Hochbahn, die die Innenstadt von Seattle mit dem Seattle Center verbindet, wo Sie Sehenswürdigkeiten wie die Space Needle, das Museum of Pop Culture und den Chihuly Garden and Glass besichtigen können. Sie ist rollstuhlgerecht und verfügt über eine Rampe sowie einen breiten Gang. Außerdem bietet sie Unterstützung für Menschen mit Sehbehinderungen.
Viele Menschen nutzen auch Mitfahr-Apps wie Lyft und Uber.
Bitte beachten Sie, dass die Gegend recht hügelig ist, sodass es nicht immer einfach ist, zu Fuß oder mit dem Rollstuhl ans Ziel zu gelangen. Für Fahrten innerhalb von Seattle können Sie diese Barrierefreiheitskarte nutzen, die die Steilheit und Hindernisse entlang der Routen in ganz Seattle anzeigt.
Landung am Flughafen SEA
Wenn Sie am Flughafen SEA ankommen, stehen Ihnen bereits bei der Landung zahlreiche barrierefreie Angebote zur Verfügung. Der Flughafen SEA bietet einen kostenlosen Rollstuhlservice, Sinnesräume für Personen, die sich überreizt fühlen, eine „Social Story“ sowie einen Leitfaden mit Ressourcen für Reisende mit Autismus, den diese vor der Reise gemeinsam mit ihrer Familie oder ihrer Begleitperson durchgehen können, und viele weitere Dienstleistungen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Flughafens. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Prospect Airport Services unter der Telefonnummer (206) 246-1550.
Anreise zu Ihrer Unterkunft
Es gibt mehrere Möglichkeiten, vom Flughafen SEA zu Ihrer Unterkunft zu gelangen.
Taxi: Der Flughafen bietet rollstuhlgerechte Taxis und Fahrzeuge mit Pauschaltarif an. Um ein rollstuhlgerechtes Taxi zu bestellen, wenden Sie sich bitte an den SP Plus Taxi Service unter (206) 708-6504. Passagiere im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität können eine Abholung direkt am Straßenrand auf der Gepäckausgabe-Ebene an der Skybridge 2 in der Nähe von Tür 10 und an der Skybridge 5 in der Nähe von Tür 22 beantragen. Teilen Sie Ihrem Taxidienstleister unbedingt mit, dass Sie Mobilitätshilfe benötigen, damit er Sie an einem dieser Orte abholen kann.
Hotel-Shuttle-Service: Viele Hotels in der Umgebung bieten einen kostenlosen Flughafentransfer an. Sie können unser Verzeichnis nutzen, um nach Hotels zu suchen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich vorab telefonisch zu erkundigen, ob der Shuttle-Service Ihren Anforderungen entspricht.
Öffentliche Verkehrsmittel: Sie können mit der Link-Stadtbahn oder dem Bus zu Ihrem Ziel fahren. Weitere Informationen zu den einzelnen Verkehrsmitteln finden Sie weiter unten. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter ( barrierefreie Dienste der Metro), unterSound Transit accessibility oder am Schalter für den Bodentransport unter (206) 787-5312.
Abholung über eine Fahrdienst-App: Anbieter von Fahrdienst-Apps wie Uber und Lyft können Fahrgäste auf den Zufahrtsstraßen abholen, wenn diese zusätzliche Unterstützung benötigen. Teilen Sie Ihrem Fahrer bei der Buchung mit, dass Sie auf der Zufahrtsstraße abgeholt werden müssen, und dass Sie oder der Fahrer das Ground Transportation-Team des SEA telefonisch unter (206) 787-5906 kontaktieren können, um das Personal über diese Abholung zu informieren – geben Sie dabei den Namen des Fahrers und das Kennzeichen an. Erfahren Sie mehr.
Link Stadtbahn
Die „Link“-Stadtbahn von Sound Transit ist eine hervorragende Möglichkeit, zwischen dem Flughafen SEA, dem Süden von Seattle, der Innenstadt von Seattle, Bellevue und vielen anderen Zielen in der gesamten Region zu reisen.
Mit der Stadtbahn vom Flughafen: Zwischen der Stadtbahnhaltestelle „SeaTac/Airport“ und der Flughafen-Skybridge am nördlichen Ende des Parkhauses verkehren kostenlose Elektrofahrzeuge. Dieser Service ist täglich von 5:00 Uhr bis 0:00 Uhr verfügbar. Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, können SienachIhrer Ankunft an der Haltestelle auch Prospect Airport Services unter der Nummer 206-246-1550 anrufen; dort wird dann so schnell wie möglich jemand mit einem Rollstuhl zu Ihnen geschickt. Die Betriebszeiten liegen zwischen 4:00 Uhr und 1:30 Uhr. Weitere Informationen zur Nutzung der Link-Stadtbahn vom Flughafen SEA finden Sie hier.
Wichtige Haltestellen: Zu den beliebtesten Haltestellen der Stadtbahn gehören SeaTac/Airport (zum Flughafen SEA), Stadium Station (zum Lumen Field und zum T-Mobile Park für Konzerte und Sportveranstaltungen), Symphony Station (zur Benaroya Hall und zum Seattle Art Museum) sowie Westlake Center (zum Pike Place Market). Alle Haltestellen anzeigen.
Anfahrt zur Stadtbahn: Wenn Sie in einem Hotel in SeaTac übernachten, können Sie möglicherweise einen kostenlosen Shuttle zum Flughafen nutzen, um zur Haltestelle „SeaTac/Airport Station“ zu gelangen. Andernfalls können Sie einen Bus der King County Metro zu einer Stadtbahnhaltestelle nehmen, sich an einer Haltestelle absetzen lassen oder mit dem Auto zu einer Haltestelle mit Parkplatz fahren und dort Ihr Auto abstellen. Nicht alle Haltestellen verfügen über Parkplätze, aber auf der Website von Sound Transit können Sie herausfinden, ob dies bei einer bestimmten Haltestelle der Fall ist.
Sicherheit auf den Bahnsteigen: Alle Bahnhöfe verfügen über ebenerdige Einstiegsmöglichkeiten, sodass Fahrgäste mit Rollstühlen, Mobilitätsrollern, Gehhilfen oder anderen Mobilitätshilfen ohne Stufen oder Lücken direkt in den Zug rollen können. An den Bahnhöfen sind taktile Warnstreifen angebracht, die die Kante der Bahnsteige markieren. Die Beschilderung verwendet große, kontrastreiche Schriftzeichen für bessere Sichtbarkeit; wichtige Wegweiser, darunter auch die Markierungen der Bushaltestellen, sind in Brailleschrift verfügbar.
Aufzüge: Sowohl oberirdische als auch unterirdische Bahnhöfe sind neben Treppen mit Aufzügen ausgestattet, und viele verfügen zudem über Rolltreppen.
Bezahlung: Fahrgäste , die ORCA-Fahrkarten nutzen, erhalten beim Antippen sowohl eine visuelle als auch eine akustische Bestätigung, wodurch sich leichter überprüfen lässt, ob die Bezahlung erfolgreich war. Die Fahrkartenautomaten verfügen zudem über groß gedruckte Anzeigen, Braille-Schrift und eine Text-to-Speech-Funktion, wenn Kopfhörer angeschlossen sind. Weitere Informationen zur Bezahlung finden Sie hier.
Fahren mit dem Zug: Jeder Zug verfügt über spezielle Bereiche für Fahrgäste mit Mobilitätshilfen, Vorrangplätze für Senioren und Fahrgäste mit Behinderungen sowie Handläufe in allen Wagen, die für zusätzlichen Halt sorgen. Die barrierefreien Sitzbereiche sind mit einer Sprechanlage ausgestattet, über die Fahrgäste direkt mit dem Zugführer kommunizieren können, falls sie zusätzliche Zeit zum Aussteigen benötigen. Zugführer und Schaffner sind geschult, auf Anfrage Hilfe beim Ein- und Aussteigen zu leisten. Damit sich die Fahrgäste sicher im Nahverkehrssystem zurechtfinden, werden in allen Bussen und Zügen die nächsten Haltestellen und Bahnhöfe sowohl visuell als auch akustisch angekündigt.
Parken an den Bahnhöfen: Wenn Sie mit dem Auto zu einem Bahnhof fahren, sollten Sie unbedingt prüfen, ob dieser über einen eigenen Parkplatz verfügt, da dies nicht bei allen Bahnhöfen der Fall ist. Bahnhöfe mit eigenen Parkplätzen verfügen alle über barrierefreie Stellplätze sowie barrierefreie Wege, die die Parkplätze mit den Bahnhöfen verbinden. An den Bahnhöfen „Tukwila International-Blvd“ und „Angle Lake“ gibt es kostenlose Park-and-Ride-Parkplätze; beachten Sie jedoch, dass Sie Ihr Auto dort nicht über Nacht abstellen dürfen. Am Flughafen SEA gibt es einen kostenpflichtigen Parkplatz sowie zahlreiche kostenpflichtige Parkplätze entlang des International Blvd für längere Parkzeiten.
Metro-Busse in King County
Barrierefreies Einsteigen: Jeder Bus der King County Metro ist mit einem Rollstuhllift oder einer Rampe ausgestattet, und die Busse können sich absenken, um den Einstieg näher an den Bordstein heranzubringen und so das Einsteigen zu erleichtern. Wenn Sie den Lift oder die Rampe benötigen, wenden Sie sich einfach an den Fahrer.
Barrierefreie Bushaltestellen: Rollstuhllifte können nur an ausgewiesenen barrierefreien Bushaltestellen eingesetzt werden. Vergewissern Sie sich vor Ihrer Fahrt, dass Ihre Haltestelle barrierefrei ist, indem Sie den Metro-Kundendienst unter 206-553-3000 anrufen.
In der Nähe der Link-Stadtbahnstationen im Süden von Seattle befinden sich mehrere barrierefreie Bushaltestellen:
- In der Nähe der Haltestelle „Tukwila International Blvd“: S 154th & 32nd Ave S
- In der Nähe der Haltestelle „SeaTac Airport“: International Blvd & 176th St
- In der Nähe der Haltestelle „Angle Lake“: International Blvd. und S 200th St.
Hinweis: Die Haltestellen entlang der Rapid-Ride-Linien sind in der Regel barrierefrei. Sie können zwar in Google Maps unter „Optionen“ nach „Rollstuhlzugänglichkeit“ filtern, doch da diese Angaben möglicherweise nicht immer auf dem neuesten Stand sind – beispielsweise bei Betriebsunterbrechungen –, sollten Sie am besten bei Metro anrufen.
Akustische und visuelle Ansagen: Die Metro-Busse sind mit automatischen Sprachansagen, digitalen Anzeigetafeln und Außenlautsprechern ausgestattet, die bei der Ankunft die Route und das Ziel des jeweiligen Busses ansagen. Die Fahrer sind darauf geschult, Haltestellen und Routen anzusagen, und falls das automatische System nicht funktioniert, übernehmen sie die Ansagen manuell.
Vorrangige Sitzplätze: Im vorderen Bereich jedes Busses stehen für Fahrgäste mit Behinderungen und ältere Menschenvorrangige Sitzplätze zur Verfügung. Sind diese Plätze besetzt, können die Fahrer andere Fahrgäste bitten, nach Möglichkeit einen Platz freizumachen. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Behinderungen sichtbar sind und keine Behinderung Vorrang vor einer anderen hat.
Mobilitätshilfen: Die meisten Rollstühle, Mobilitätsroller und andere Mobilitätshilfen können in den Metro-Bussen sicher untergebracht und gesichert werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Hilfsmittel Platz findet, können Ihnen die Transit-Instruktoren von Metro mit Rat und Tat zur Seite stehen und Ihnen zeigen, wie Sie am sichersten einsteigen und Ihr Hilfsmittel sichern können.
Brauchen Sie Hilfe? Die Metro-Fahrer sind geschult, Ihnen nach Möglichkeit angemessene Unterstützung zu leisten – sei es beim Ausfahren der Rampe, beim Entwerten Ihrer ORCA-Karte oder beim Anhalten an einer Stelle, an der das Ein- und Aussteigen einfacher ist. Sollte ein Fahrer einer Bitte nicht nachkommen können, sollte er Ihnen den Grund dafür erklären und Sie bei Bedarf an weitere Hilfsdienste verweisen.